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Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen
Claudia Fuchs, Dipl. Sozialpädagogin (FH)
Rathaus, 3. Stock, Zi. 300
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87700 Memmingen

Tel. 08331/850-260
Fax 08331/5433

claudia.fuchs
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Aktuelle Meldung

Montag 15. Januar 2018

Vortrag über die Schriftstellerin Sophie von La Roche (1730-1807)

Kategorie: mm-frauen, Frauennetzwerk

Von: der Gleichstellungsbeauftragten

Renée Düring liest am 5. April 2018 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Memmingen

Vortragsplakat (Gestaltung: Rainer Niesenböck, Stadt Memmingen)

 

„Vielleicht sind Sie dazu bestimmt, mir meinen Geist zurückzugeben, aber
wer gibt mir mein Herz zurück?“

(Christoph Martin Wieland (1733-1813) in einem Brief an Sophie von La Roche)

Vortrag von Renée Düring
mit Bildern, Briefen und Kommentaren der Schriftstellerin
Sophie von La Roche (1730 – 1807) und ihrem Umfeld

Vom Geist der Aufklärung geprägt, betrachtete es die Schriftstellerin
Sophie von La Roche vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen
als eine Hauptaufgabe, Frauen zu ermutigen, sich durch
die Aneignung von Bildung und Wissen in der Männer dominierten
Gesellschaft des achtzehnten Jahrhunderts selbst zu definieren.
In diesem Kontext ist ihr in viele Sprachen übersetzter Briefroman
„Das Fräulein von Sternheim“ aus dem Jahre 1771 ein fast revolutionäres
Werk. Sophie von La Roche avancierte in der Folge zur
erfolgreichsten deutschen Schriftstellerin, umso mehr, als sie auch
die erste Frauenzeitschrift „Pomona“ herausgab.

In späteren Jahren zunehmend als Reiseschriftstellerin tätig,
verstand es Sophie von La Roche, ihrem überwiegend weiblichen
Publikum, auch Eindrücke aus den europäischen Nachbarländern
zu vermitteln und - da ist sie wieder sehr modern - das Zusammentreffen
mit „fremden Kulturen“ als gegenseitige Bereicherung
zu beschreiben.

Sophie von La Roche ist die Großmutter von Bettina und Clemens
Brentano und war mit vielen fortschrittlichen Angehörigen
des Adels freundschaftlich verbunden. Ihre Korrespondenz mit europäischen
Geistesgrößen ist umfangreich und spannend zu lesen.
Einen besonderen Platz nimmt dabei Christoph Martin Wieland, der
Begründer der Weimarer Klassik ein, mit dem die Schriftstellerin
eine kurze Romanze und eine lebenslange Freundschaft verband.