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Bayerische Gleichstellungsbeauftragte tagten

Erstellt von der Gleichstellungsbeauftragten |

Bamberg, 17./ 18. Juni 2026 – die jährliche Sitzung der bayerischen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten fand in diesem Jahr im Stephanshof in Bamberg statt.

Neben dem Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Sebastian Niedermaier wurden die rund 55 Gleichstellungsbeauftragten von Ulrike Scharf, Staatsministerin und Frauenbeauftragte des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales durch eine Videobotschaft begrüßt.  

Die zweitägige Sitzung für die bayerischen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten wurde von der Bamberger Gleichstellungsstelle, vertreten durch Nina Köhler und Gabriele Kepic mitorganisiert und von den Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft durchgeführt.  

Es ging um Berichte zu zentralen Themen der Gleichstellung aus dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, der Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Das Bayerische Gleichstellungsgesetz wurde 2025 novelliert und die Umsetzung erfordert bis Ende 2026 in allen Kommunen die Erstellung von Gleichstellungskonzepten für die nächsten 5 Jahre. Ebenso ist die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes ein Thema in allen Kommunen Bayerns. Angesichts der hohen Zahlen von Gewalt an Mädchen und Frauen braucht es eine konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention und des Gewalthilfegesetztes. 

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte haben den Auftrag, die Umsetzung des verfassungsrechtlichen Grundsatzes der Gleichberechtigung der Geschlechter voranzubringen. Sie vernetzen sich in der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen (LAG). In der jährlichen Sitzung werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, Grundsatzentscheidungen gefällt und Beschlüsse gefasst. 

Im Mittelpunkt der diesjährigen zweitägigen Sitzung stand der Umgang mit antifeministischen Strömungen und Angriffe auf demokratische Grundwerte. Zu diesem Thema war die Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus zu Gast.  

Ebenfalls wurde aus Arbeitsgruppen berichtet, in denen die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) vertreten ist – beispielsweise im Bayerischen Landesfrauenrat oder der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten (BAG).  

Gleichstellungsbeauftragte sind oft in ihren Kommunen allein für die geschlechtsspezifischen Themen verantwortlich und deshalb ist auch der gemeinsame Austausch und das Netzwerken auf der jährlichen Sitzung sehr wichtig.  

Bamberg freut sich, Gastgeberin dieser wichtigen Veranstaltung gewesen zu sein, und blickt auf eine erfolgreiche Sitzung zurück. Die Stadt setzt damit ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Gleichstellung von Frauen und Männern und den Schutz der Menschenrechte in Bayern. 

Gruppenbild der LAG Teilnehmer:innen aus ganz Bayern