Stadt Memmingen:Aktuell

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen

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Aktuelles

"So fern und doch so nah"

Jahressitzung der Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen - Gleichstellungsbeauftragte Claudia Fuchs geht für die Stadt...

Lebenslagen und Lebensfragen von Frauen zwischen Schulzeit und Alter

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Treffen und vielfältige Veranstaltungen des Frauennetzwerkes Memmingen e.V.

Alle interessierten Frauen sind herzlich willkommen - Mitgliedschaft nicht erforderlich

"Ehe und Partnerschaft rechtlich begleiten" - Broschüre wieder erhältlich

Die Broschüre des Bayerischen Staatsministerium erklärt, welche rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen familienbezogene Entscheidungen haben können...

Rückblick

Erstellt von der Gleichstellungsbeauftragten |
Memminger Gleichstellungsbeauftragte Claudia Fuchs nimmt an Tagung in Würzburg teil

Am 2. und 3. Juli 2019 fand in Würzburg die Jahressitzung der Landesarbeitsgemeinschaft bayerischer Gleichstellungsstellen (LAG) in Würzburg statt. Die LAG ist ein bayernweites Bündnis von kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus Städten, Gemeinden und sonstigen kommunalen Gebietskörperschaften und vertritt derzeit über 100 Mitglieder. Einmal im Jahr lädt die LAG zu einer gemeinsamen Sitzung – mit dem Ziel, gleichstellungsrelevante Entwicklungen im individuellen oder gesellschaftlichen Kontext aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen.
Inhaltliche Schwerpunkte bildeten dieses Jahr die Auswirkung von Rechtspopulismus auf die Gleichstellungsarbeit (Referentin Judith Rahner, Amadeu-Antonio-Stiftung, Berlin), sowie Auswirkungen von Rollenstereotypen in den Medien und ihre Bedeutung für die Identitätsentwicklung von Mädchen (Referentin Maya Götz, München).

Die Teilnehmer*innen wurden von Petra Müller-März, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würzburg und eine der Sprecherin der LAG, sowie von Dr. Markus Gruber, Ministerialdirektor in dem für Gleichstellungsfragen zuständigen Bayerischen Sozialministerium, begrüßt. Petra Müller-März würdigte die gleichstellungspolitischen Erfolge seit Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren. Gerade mit Blick auf Rollenstereotypen in den Medien betonte sie aber: „Wir müssen frühzeitig Tendenzen erkennen, die Frauen nur in Klischees pressen und den Erfolgen der Gleichstellung zuwiderlaufen.“ Für die Stadt Würzburg begrüßte Bürgermeister Dr. Adolf Bauer die Teilnehmer*innen und dankte für das Engagement in diesem nicht immer spannungsfreien Arbeitsfeld. Selbst seit 1984 als Stadtrat in Würzburg tätig, verwies Dr. Bauer auf die noch ausbaubare geschlechtergerechte Repräsentanz in den politischen Gremien: „Auch in Würzburg haben wir hier noch Luft nach oben“.
Aufgabe der bayerischen Gleichstellungsbeauftragten ist u.a. Überwachung des Vollzugs des Bayerischen Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst sowie Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in den Kommunen. Gleichstellungsbeauftragte stehen ein für Gleichberechtigung, Chancengleichheit und geschlechtergerechter Teilhabe von Frauen und Männern.

Kommunale Bayerische Gleichstellungsbeauftragte bei der LAG-Tagung in Würzburg (Quelle: Pressestelle Stadt Würzburg)
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Der Leitfaden für Beschäftigte, Arbeitgeber und Betriebsräte informiert über Rechte und Beratungsmöglichkeiten

 

Sexuelle Belästigung kommt in Betrieben in Deutschland immer wieder vor. Das kann schwere Folgen für die Betroffenen haben und dem Unternehmen nachhaltig schaden.

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet sind, ihre Beschäftigten aktiv vor sexueller Belästigung zu schützen. Aber wenige Präventions- und Schutzmaßnahmen sind bekannt.

Deshalb beinhaltet die Broschüre Informationen über Maßnahmen zur Durchsetzung eines aktiven Schutzes vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

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Aktuelle Informationen der LAG über den unten stehenden Link erhältlich

https://www.gleichstellung-bayern.de/

Die LAG ist ein bayernweites Bündnis von Kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus Städten, Gemeinden und sonstigen kommunalen Gebietskörperschaften. Ziel ist, für die Verwirklichung des folgenden Verfassungsauftrags einzutreten:

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

Der Staat fördert die tatsächliche Gleichstellung und

wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

 

 

 

 

 

Erstellt von der Gleichstellungsbeauftragten |
Erneut großes Interesse an Buchpräsentation der Frauengeschichtswerkstatt im Rathaus


Rund 250 Besucherinnen und Besucher kamen zur Buchpräsentation „Memminger Frauen. Biographien. Geschichten. Bilder“ ins Memminger Rathaus, zu der die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e. V. und die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Fuchs eingeladen hatten.

Der große Sitzungssaal platzte aus allen Nähten und die erste Vorsitzende des Vereins Ursula Hinske-Gengnagel zeigte sich überwältigt von dieser Resonanz auf das zweite Buch. Sie verwies darauf, dass alle Autorinnen ehrenamtlich und mit großem Engagement am Werk waren und bat herzlich darum nun zu „kaufen, kaufen, kaufen“. Das Buch sei auch ein schönes Weihnachtsgeschenk, riet die Vereinsvorsitzende mit Augenzwinkern.

Bürgermeisterin Margareta Böckh würdigte in ihrem Grußwort die Bedeutung dieses langerwarteten zweiten Werkes und nannte beispielhaft die Modedesignerin Gabriele Strehle, deren Label „Strenesse“ überregional große Bekanntheit erlangte. Die Bürgermeisterin sprach sich erneut dafür aus, dass es endlich auch eine Ehrenbürgerin in der Stadt geben müsse. „Dafür werde ich mich, gemeinsam mit unserer Gleichstellungsbeauftragten, nachdrücklich einsetzen“, so Margareta Böckh.

Die Mitglieder der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen und weitere Autorinnen haben das Leben Memminger Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart erforscht und in 51 Kapiteln beschrieben. Der zweite Band „Memminger Frauen“ ist mit zahlreichen farbigen Bildern ausgestattet.

Allen Frauen gemeinsam ist der Bezug zu Memmingen. Sie sind entweder hier geboren, verbrachten/verbringen ihr Leben hier, sind zugezogen oder wurden von hier verjagt. Einige wurden für ihre Verdienste ausgezeichnet, andere waren verfolgt, wurden vergessen und mussten erst wieder entdeckt werden. Manche konnten noch selbst über ihr Leben berichten, bei einigen ließen uns Nachkommen an ihren Erinnerungen teilhaben. Nicht selten liegen den Buchtexten umfangreiche Recherchen in Archiven und privaten Nachlässen zugrunde.

Die Schauspielerin Anke Siefken brachte beispielhaft ausgewählte Biographien in brillanter Weise zu Gehör und endete nach einer kurzweiligen Stunde stimmgewaltig mit dem Lied „Ob es so, oder so oder anders kommt“ passend zur Biographie von Lena Valaitis. Musikalisch gekonnt und passend umrahmt wurde die Lesung von der wunderbaren Musikerin Annette Weber auf dem Akkordeon. Das Publikum dankte den beiden Akteurinnen mit stürmischem und lang anhaltendem Beifall und stimmte ins Schlusslied begeistert ein.

Anschließend überreichten die Autorinnen allen anwesenden Zeitzeuginnen und Angehörigen ein Exemplar des Buches und dankten damit für die großen Offenheit und gute und oftmals berührende Zusammenarbeit mit der Frauengeschichtswerkstatt.

Beim anschließenden geselligen Beisammensein in der Rathaushalle wurden viele persönliche Erinnerungen und Geschichten ausgetauscht und am Verkaufstisch der FGW herrschte großer Andrang.

Das Buch „Memminger Frauen“ ist ab sofort in den Memminger Buchhandlungen für 14,80 € erhältlich

Perfektes Zusammenspiel: Schauspielerin Anke Siefken "im Duett" mit Annette Weber am Akkordeon (Fotos: Michael Birk / Pressestelle Stadt Memmingen)
Oberbürgermeister Manfred Schilder und die Bürgermeisterin Margareta Böckh bekamen aus der Hand von Ursula Hinske-Gengnagel (1. Vorsitzende der Frauengeschichtswerkstatt) die ersten druckfrischen Buchexemplare überreicht.
Bis in die Rathaushalle hinaus saßen die interessierten Besucherinnen und Besucher bei der zweiten Buchpräsentation der FGW.
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Besondere Fotoausstellung "Nashim" - Fotografien und Geschichten jüdischer Frauen in Deutschland des Frankfurter Fotografen Rafael Herlich im Beisein zahlreicher interessierte Gäste eröffnet

 

„Meine Bilder sind meine Sprache“, mit diesen Worten nahm der Fotograf Rafael Herlich die zahlreichen Gäste in der Memminger Rathaushalle mit auf eine Reise in die Lebenswelten von Jüdinnen und Juden in Deutschland heute und in seine eigene Vergangenheit. Berührt von seinen persönlichen Erlebnissen und von seinem Engagement gegen den neu aufkeimenden Antisemitismus in unserem Land lauschten mehr als 100 Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellungseröffnung den leisen und nachdrücklichen Worten Herlichs.

Eingeladen von der Gleichstellungsbeauftragten Claudia Fuchs eröffnete der Frankfurter Künstler seine Ausstellung „Nashim“ (hebräisch:Frauen), in der Portraits jüdische Frauen aus Deutschland in ihrem Alltag gezeigt werden. Schülerinnen sind in der Ausstellung ebenso vertreten wie Rabbinerfrauen, Künstlerinnen, Soldatinnen – der deutschen und der israelischen Armee –, eine Anwältin und eine Ärztin sowie mehrere Überlebende der Schoa. Die Portraits umfassen die unterschiedlichsten Lebensentwürfe von Frauen und zeigen sie sowohl in ihrer Verschiedenheit als auch in ihren Gemeinsamkeiten.

Von der Leiterin des Stadtmuseums Ute Perlitz professionell präsentiert auf weißen Stellwänden und durch Lichtleisten besonders in Szene gesetzt entlockten die 27 großformatigen Schwarzweißfotografien so manch beeindrucktes „Wow“ bei den Besucherinnen und Besuchern in der Rathaushalle.

Bei Ihren einführenden Worten erinnerte die Ausstellungsinitiatorin auch an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Memmingen, „die fast ein Jahrhundert geachteter Bestandteil des städtischen Lebens waren“, so Fuchs. Stellvertretend hat die Frauengeschichtswerkstatt Memmingen gemeinsam mit dem Stadtarchiv 8 Memminger Frauen mit kurzen Biografien und kleinen Besonderheiten mit in die Ausstellung genommen

Insgesamt 50 Jüdinnen hat Rafael Herlich fotografiert und in einem Bildband veröffentlicht. Die Porträtierten selbst haben Texte zu den Fotos geschrieben und damit einen Teil ihrer Biografie, Gefühle, Gedanken und Lebenseinstellungen offenbart.

Herzlich begrüßt wurde Rafael Herlich auch von Oberbürgermeister Manfred Schilder. Bei seiner Ansprache bezeichnete den Fotografen als einen der wichtigsten Chronisten jüdischen Lebens in Deutschland. Schilder macht deutlich, dass der Stadt Memmingen viel daran liege, die Geschehnisse der Vergangenheit nicht zu vergessen und verwies dabei auch auf die jüngste Stolpersteinverlegung in der vergangenen Woche.

Rafael Herlich sieht sich als Botschafter gegen Rassismus und Antisemitismus und referiert gerne auch in Schulklassen. So führte er gestern eine Gruppe interessierter Schülerinnen der 12. Klasse des Vöhlin-Gymnasiums begleitet von ihrem Lehrer Robert Paulus durch die Ausstellung und kam mit den jungen Menschen ins Gespräch. Mit dieser nachhaltigen Aufklärungskampagne und mithilfe seiner Ausführungen und Fotografien hoffe er darauf, „eines Tages in einer Welt zu leben, in der Menschen gleich welcher Rasse, Religion oder Nationalität zusammenleben können und sich gegenseitig akzeptieren und respektieren“, so Herlich.

Musikalisch umrahmt und in besonderer Weise gestaltet wurde die Eröffnung von Günter Schwanghart an der Klarinette.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der vhs Memmingen, der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft, der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V., dem Stadtarchiv und dem Kulturamt der Stadt Memmingen.

Der Bildband kann während der Ausstellung im Gleichstellungsbüro (Rathaus, 3. Stock) eingesehen und für 24,90 € käuflich erworben werden.

Im Begleitprogramm werden noch zwei kostenlose Führungen durch die jüdische Abteilung des Stadtmuseums angeboten. Am 22. Oktober um 11 Uhr und am 26. Oktober um 14 Uhr. Am 29. Oktober findet eine Spezialführung "Jüdisches Leben in Memmingen" statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Marktplatzbrunnen. Kostenbeitrag 5 €

 

 

"Das ist die einzige Fotografie meiner Großeltern", so berichtet Rafael Herlich berührt bei der Ausstellungeröffnung "Nashim" (Fotos: Birk / Pressestelle Stadt Memmingen)
Oberbürgermeister Manfred Schilder überreicht dem Gast aus Frankfurt das neue Buch über die Stadt Memmingen.
Die Fotografien der Kinder erklären die jüdischen Feste und Traditionen.
Klarinettist Günter Schwanghart spielt sich in die Herzen der Zuhörerschaft.
Rafael Herlich belebt die Bilder mit seinen Erzählungen und die Schülerinnen des Vöhlin-Gymnasiums lauschen nachdenklich.
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Oberbürgermeister Manfred Schilder begrüßt die "Schwäbischen" im Rathaus

Das jüngste Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der schwäbischen Gleichstellungsbeauftragten fand jetzt in Memminger Rathaus statt. Bei dem Erfahrungsaustausch haben sich die Gleichstellungsbeauftragten aus Kempten, Kaufbeuren, Memmingen und aus den Landkreisen Unterallgäu, Günzburg, Neu-Ulm und Lindau über ihre Arbeit angestimmt und gemeinsame Projekte geplant.

 

Oberbürgermeister Manfred Schilder begrüßte die Teilnehmerinnen (samt Praktikant) in Memmingen und würdigte in seinem ersten offiziellen Termin nach der Amtseinführung die wertvolle und engagiert geleistete Arbeit. „Seien Sie versichert, dass auch in Zukunft die Gleichstellungsarbeit in der Stadt Memmingen einen hohen Stellenwert haben wird“, so OB Schilder.

 

Organisiert wurde die Tagung von der Memminger Gleichstellungsbeauftragten Claudia Fuchs (links neben OB Schilder). Nach dem Arbeitstreffen wurden die Gäste noch von Sabine Streck „auf den Spuren jüdischer Mädchen und Frauen“ durch die Stadt geführt. (Foto: Alexandra Wehr / Pressestelle Stadt Memmingen)

 

 

Oberbürgermeister Manfred Schilder begrüßte die Teilnehmerinnen (samt Praktikant) im Rathaus. Organisiert wurde die Tagung von Claudia Fuchs (links neben OB Schilder), der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Memmingen. (Foto: Alexandra Wehr / Pressestelle Stadt Memmingen)
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Tanzkampagne und Bilderausstellung gegen Gewalt an Frauen

Im Jahr 2012 initiierte die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler den weltweiten Kampagnentag „One Billion Rising“, der sich gegen Gewalt an Frauen richtet. Am vergangenen Dienstag fand nun bereits zum zweiten Mal in Memmingen eine Aktion zu dieser weltweiten Bewegung statt. Unter dem Motto „Steht auf, streikt, tanzt“ wurde ein Tanz für Gerechtigkeit und Gewaltfreiheit im Innenhof des Antonierhauses dargeboten. Choreografiert von Nadja Habermann vom Dance&ArtHouse „naDANSja“ zeigten Schülerinnen und Schüler aus Aitrach und Leutkirch einen Lichtertanz und den eigens einstudierten Thementanz zu One Billion Rising.

„Eine Milliarde erhebt sich“, so übersetzte Berti Huber bei der Eröffnungsrede das Thema One Billion Rising für die zahlreich Zuschauenden. Laut Huber, der ersten Vorsitzenden des Frauennetzwerkes, finden an diesem Tag, dem Valentinstag, mehr als 10.000 solcher Veranstaltungen in etwa 190 Ländern der Welt statt.

Das Frauennetzwerk Memmingen e.V. fungierte als Mitveranstalterin an diesem Abend, gemeinsam mit Claudia Fuchs, der Gleichstellungsbeauftragten und dem Verein zum Schutz misshandelter Frauen und Kinder e.V.

Im Anschluss an den Tanz unter freiem Himmel eröffnete Cornelia Schlögl, die erste Vorsitzende des Frauenhaus-Vereins, die Bilderausstellung „Ich habe nicht alles gesagt, aber ich habe alles gemalt“ in der Stadtbibliothek. In der Wanderausstellung des Frauenhauses Göttingen e.V. zeigen ehemalige Bewohnerinnen eines Frauenhauses in aussagekräftigen Acrylbildern ihr Erleben und ihre Träume.

Unter einfühlsamer Anleitung der Künstlerin Lilly Stehling entstanden wunderschön farbenfrohe und eindrucksvolle Bilder, die aus dem Leben von Frauen erzählen, die nach einer Gewalterfahrung durch den Partner erzählen und neugierig machen. Die Bilder des Kunstprojekts zeigen in besonderer Weise wie Frauen auch schwierige Situationen im Leben kreativ bewältigen können.

„Das macht Mut!“ kommentierte Cornelia Schlögl die gezeigten Kunstwerke. Mithilfe der Ausstellung wolle man sich mit dem leider in der Gesellschaft immer noch vorhandenen Thema „Häusliche Gewalt“ öffentlich auseinandersetzen und präventive Aufklärungsarbeit leisten, so Schlögl.


In der Zeit vom 15. – 25. Februar 2017 ist die Ausstellung in der Stadtbibliothek Memmingen zu sehen.

In der Zeit vom 15. – 22. März 2017 wird die Ausstellung im CINEPLEX Memmingen gezeigt.

Aufgestanden gegen Gewalt an Frauen sind die Schülerinnen und Schüler der Profi-Tänzerin Nadja Habermannn.
Inmitten der ansprechenden Kunstwerke eröffnet Cornelia Schlögl die Ausstellung. (Fotos: Claudia Fuchs / Stadt Memmingen)
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Zuschuss für Wanderausstellung des Frauennetzwerkes Memmingen e.V.

 

 

Insgesamt 2 500 Euro spendete die Dorr Unternehmensgruppe aus Kempten für soziale Projekte in der Stadt. Mit dem Geld wurden jetzt vier Bäume finanziert und im Pausenhof der Lindenschule im Memminger Osten gepflanzt. Ein Teil des Betrages wird als Zuschuss für die Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? - Flexible Lebensentwürfe für Frauen und Männer“ des Frauennetzwerkes verwendet.

 

„Ich möchte der Firma Dorr ausdrücklich für Ihre großzügige Spende danken“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger Werner Voth, Geschäftsführer der Dorr Unternehmensgruppe, und Klaus Roggors, Niederlassungsleiter in Memmingen, neben den Ehrengästen im Pausenhof der Lindenschule.

 

Insgesamt vier größere Bäume hatte die Stadtgärtnerei im Pausenhof für die Pflanzaktion vorbereitet. Bei den Bäumen handelte es sich um 15-jährige Linden, passend zum Namen der Schule. Mit Blick auf die im Schulhof stehenden Bäume meinte Dr. Holzinger: „Es wird wohl so dreißig Jahre dauern, bis die jetzt gepflanzten Linden die Größe erreichen werden“.

 

„Durch Ihre Spende ist es jetzt möglich, das Lindenareal im Pausenhof zu erweitern“, dankte Schulleiter Franz Schneider. Die jetzt neu gepflanzten Bäume ergänzten den Lindenbestand aus den 80-Jahren. Die „Kunstwerke“ aus den alten Ahornbäumen mussten aus Sicherheitsgründen jetzt gefällt werden. So war Platz für die neuen Linden.

 

Die Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, mit den vorbereiteten Spaten selbst Hand anzulegen, während die Schülerinnen und Schüler der Schule die Pflanzaktion beobachteten.

 

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Frauennetzwerkes Memmingen e.V. und 20 Jahre Bayerisches Gleichstellungsgesetz konzipierte der Vorstand des Frauennetzwerkes und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Memmingen eine Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? – Individuelle Lebensentwürfe für Frauen und Männer“. 500 Euro der Spende werden jetzt als Zuschuss für die neue Ausstellung verwendet.

 

Berta Huber, die Vorsitzende des Frauennetzwerkes, bedankte sich sehr herzlich für die großzügige Spende: „Die Vereinbarkeit von Familien und Beruf ist ein Dauerthema. Hier gibt es kein Patentrezept“. Die Ausstellung solle zum Nachdenken anregen und helfen, Ideen zu entwickeln, wie sich die beruflichen Wege entwickeln und welche Folgen sich daraus ergeben könnten, so Huber weiter. „Derzeit arbeiten die Ausstellungsmacherinnen zusammen mit dem Netzwerk und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Claudia Fuchs, an der Umsetzung“, erläuterte Huber.

 

„Seit 1985 gibt es eine Niederlassung der Firma Dorr in Memmingen. Wir legen großen Wert darauf, dass an jedem Firmensitz der Dorrgruppe für soziale Projekte gespendet wird“, betonte Geschäftsführer Werner Voth.

 

 

 

500 Euro als Zuschuss für die Wanderausstellung „Alles unter einem Hut!? – Individuelle Lebensentwürfe für Frauen und Männer“ erhält das Frauennetzwerk. Bei der Scheckübergabe (v.l.): Klaus Roggors, Niederlassungsleiter der Firma Dorr in Memmingen, Claudia Fuchs, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Christine Frasch (Frauennetzwerk), die Vorsitzende des Frauennetzwerkes Berta Huber, Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Werner Voth, Geschäftsführer der Dorr Unternehmensgruppe. Foto: Michael Birk/Pressestelle Stadt Memmingen
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Ein neues Plakat informiert insbesondere Jugendliche über wichtige Telefonnummern bei unterschiedlichen Notlagen

Das Spektrum reicht von akuten Notfällen, wie beispielsweise einem Unfall, über Fragen zur (ungewollten) Schwangerschaft, der „NummergegenKummer“ bis hin zur häuslichen Gewalt. Erstellt hat den plakativen Aushang die städtische Gleichstellungsbeauftragte in Kooperation mit der Jugendpflegerin der Stadt Memmingen und dem „Arbeitskreis Jugendliche“. Die Plakate und kleinere Handzettel können im Gleichstellungsbüro im Rathaus abgeholt oder angefordert werden.

Kontakt:
Gleichstellungsbeauftragte Claudia Fuchs, Marktplatz 1, Rathaus,  3. Stock,
87700 Memmingen, Tel. 08331.850.260, E-Mail: frauenbeauftragte(at)memmingen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Bettina Maruhn von der Mittelschule Lindenschule, die Jugendpflegerin der Stadt Memmingen Christina Übele und Claudia Fuchs, die städtische Gleichstellungsbeauftragte präsentieren Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger das neue Plakat (von links, Foto: Birk/Pressestelle Stadt Memmingen)